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Ausrüstung für Skitouren: Wetter:

Unter Skibergsteigen oder Skitourengehen versteht man das Besteigen von Bergen auf Skiern und die Talfahrt abseits präparierter Skipisten in idealerweise unverspurtem Gelände. Die ersten Skitouren wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts gegangen. Da es noch keine Liftanlagen gab, mussten auch Anfang des 20. Jahrhunderts sämtliche Verschiebungen auf Skiern in Form von Skitouren erfolgen.

Schon der Aufstieg bringt oft unvergleichliche Naturerlebnisse in der Landschaft oder interessante Begegnungen mit Tieren oder ihren Fährten. Am beliebtesten sind Abfahrten im frischen Pulverschnee, doch bedeutet das wegen des Einsinkens auch erhöhte Anstrengung beim Aufstieg und öfter auch erhöhte Lawinengefahr, besonders wenn der Schnee unter Windeinfluss gefallen ist oder beim Begehen steiler Hänge.

[Quelle: Wikipedia]


Ausrüstung für Skitouren

Zur Ausrüstung von Tourengehern gehören meistens:

  • Tourenskier, die relativ kurz und breiter als üblich sind, um die Abfahrten im Tiefschnee zu erleichtern,
  • eine Touren-Skibindung, in der sich die Fersen beim Aufstieg heben können,
  • Skifelle zum Ankleben ("Klebefelle"), früher Seehundfelle mit Riemchenbefestigung,
  • ein Sicherheitsset für Lawinenabgänge
  • wetterfeste Kleidung , Karte/Kompass und Notproviant
  • und bei schwierigen Schneebedingungen Harscheisen und verstellbare Teleskopstöcke.

Zusätzlich werden von den Sportlern auch die Ausrüstungsgegenstände des klassischen Bergsteigens verwendet (wie z.B. Pickel usw).

Skischuhe (Skistiefel) in etwas weicherer Bauart (oder mit Gelenk) erleichtern das Gehen; bei steilem oder felsigem Gelände sind Schuhe mit Profilsohle nützlich, weil manchmal die Ski getragen werden müssen.
Für die Besteigung eines Gipfels – die Krönung mancher Skitour – sind Profilsohlen unerlässlich, doch muss die Bindung auf die erhöhte Reibung abgestimmt werden. Solche Schuhe sind nur für Tourenbindungen geeignet. Normale Skibindungen bieten mit diesen Schuhen keine Sicherheit mehr (fehlende kontrollierte Auslösewerte).

Die Ski sollen Skistopper haben. Fangriemen verhindern zwar beim Sturz, dass die Ski im Tiefschnee verschwinden, stellen aber bei schnellen Abfahrten eine Verletzungsgefahr dar. Im Falle eines Lawinenabgangs verhindern sie ein Lösen der Ski. Das Lawinenopfer wird tiefer verschüttet (Ankerwirkung).

[Quelle: Wikipedia]


Lawinen

Lawinensicherheitsausrüstung bestehend z.B aus: Avalanche Airbag System (Lawinenairbag), zusammengefaltete Lawinensonde, Lawinenschaufel und LVS-Gerät

Im verschneiten alpinen Gelände ist eine potentielle Lawinengefahr gegeben. Das gesicherte Skigebiet zu verlassen bedeutet ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Viele alpine Wintersportarten nutzen aber gerade den Naturraum als Handlungsfeld. Das erfordert eine präventive Auseinandersetzung mit dem Risikofaktor durch strategische Entscheidungssysteme, auch bezeichnet als strategische Lawinenkunde. Strategische Lawinenkunde ist der systematische Umgang mit dem Lawinenrisiko innerhalb eines Risikomanagements. Als wegweisend zu ihrer Entwicklung war die Anfang der 90er Jahre entwickelte Formel 3x3 und elementare Reduktionsmethode nach Munter.

Die Komplexität der Faktoren die zur Lawinenbildung führen (speziell in der Schneedecke), überfordern die kognitiven Fähigkeiten des Menschen. Trotzdem muss eine „JA/NEIN“ Entscheidung für die Begehung eines Hanges getroffen werden. Wichtig ist dabei, dass nicht nur Experten sondern auch laienhafte Winterbergsteiger solche Entscheidungen treffen müssen. Je komplexer eine Entscheidung, desto wichtiger ist es, einfache Entscheidungs- und Handlungskonzepte parat zu haben. Dies geschieht durch die Anwendung von Risikomanagement-Systemen und Entscheidungsstrategien, die wahrscheinlichkeitsorientiert arbeiten. Um das Risiko entsprechend einschätzen zu können ist ausreichendes Wissen, Kompetenz und Erfahrung nötig. Eine gute körperliche Kondition ermöglicht es, entsprechende Entscheidungen auch umsetzen zu können.

Weiterhin zählt zur Notfallprävention eine ausreichende, zweckmäßige und erprobte Sicherheitsausrüstung. Dabei haben sich folgende Geräte als Mindeststandard für jeden Winterbergsteiger etabliert:

Ergänzend dazu existiert der Avalancheball, Lawinenairbag und die Avalung. Durch Einhalten von Sicherheitsabständen, gute Spuranlage und vorsichtige Fahrweise bei der Abfahrt in einem Hang kann das Risiko weiter minimiert werden. Halteriemen von Stöcken und Ski sollten vor einer Abfahrt gelöst werden, da sie im Verschüttungsfall den Sportler nach unten ziehen können.

Von behördlicher Seite können Präventionsmaßnahmen wie zunächst die Sperrung einzelner Gebiete, später auch kontrolliertes Auslösen von Lawinen durch Sprengung (Lawinen-Sicherungstrupps) in Betracht kommen.

 

Verhalten bei Lawinenabgang

Wenn man von einer Lawine erfasst zu werden droht, kann man auf mehrere Handlungsoptionen zurückgreifen, die allerdings keine Erfolgsgarantie beinhalten. Es erhöht jedenfalls die Überlebenschancen, wenn der Wintersportler möglichst wenig tief verschüttet wird und eine Atemmöglichkeit hat. Eine früher häufig empfohlene „Schussflucht“ (also das schnelle Fahren in der Falllinie, um der Lawine zu enteilen) scheint nur selten erfolgreich gewesen zu sein, da Lawinen generell sehr schnell sind und oft der komplette Hang aufbricht. Falls man sich am Rand eines Lawinenhangs befindet, kann man versuchen, durch schnelle Fahrt weg von den Schneemassen das Verschüttungsrisiko zu mindern. Auch ein geschicktes „Reiten“ mit Ski auf der Lawine dürfte nur wenigen Personen geglückt sein. Ebenfalls empfohlene „Schwimmbewegungen“ in den Schneemassen sind nach Aussagen von Verschütteten sinnlos. Erfolgversprechender ist, sofort mitgeführte Rettungsmittel zu aktivieren. Dies sind zum Beispiel ein „Lawinen-Airbag“ (durch Ziehen am Auslösegriff wird eine Gaspatrone gezündet, welche einen oder mehrere Luftkissen am Rucksack aufbläst), der eine tiefe Verschüttung verhindern kann oder die „Avalung“ (man nimmt eine Art Schnorchel in den Mund und kann so auch unter dem Schnee in der Regel atmen – die Ausatemluft wird am Rücken abgeleitet), welche die Erstickungsgefahr verringert. Ski, Snowboard und Stöcke wirken wie ein Anker innerhalb einer Lawine und können eine Person tiefer in die Schneemassen hinein ziehen. Deswegen sollte der Sportler versuchen sein/e Ski/Snowboard zu lösen und die eventuell vorhandenen Stöcke wegzuwerfen. Das Verwenden von Fangriemen ist in diesem Kontext zu vermeiden, da sie wie eine Ankerkette wirken können.

Oft sind weitere Personen vor Ort, die nicht vom Lawinenabgang betroffen sind. Da die Überlebensrate von Lawinenverschütteten schnell abnimmt, kann die „Kameradenhilfe“ durch Anwesende lebensrettend sein. Die organisierte Bergrettung benötigt schon aufgrund der Alarmierungs- und Ausrückezeiten meist länger als eine Viertelstunde bis zur Ankunft. Die Hilfe vor Ort beginnt mit einer möglichst genauen Beobachtung der Verschüttung. Die Registrierung von Erfassungspunkt und Verschwindepunkt ermöglicht Rückschlüsse auf den primär abzusuchenden Bereich. Parallel sollte ein korrekter Notruf abgesetzt werden.

 

Lawinenrettung

Unter Beachtung des Eigenschutzes (Nachlawinen!) muss dann zügig die Rettung eingeleitet werden. Man sucht die Lawinenoberfläche nach dem Stillstand zuerst nach Kleidungsstücken oder Ausrüstungsteilen ab. Mancher Teilverschüttete kann so gefunden werden. Gleichzeitig sucht man mit LVS-Geräten. Es ist sicher zu stellen, dass alle Teilnehmer an der Suche auch ihre LVS umschalten (von senden auf empfangen) wichtig keine vergessen (Im Rucksack) ansonsten sucht man sich gegenseitig und verliert wertvolle Zeit.Nach der Ortung des Verschütteten setzt man Lawinensonden ein, um den Standort noch genauer zu erfassen. Da man mit der Lawinensonde auch die Verschüttungstiefe feststellt, kann man unterhalb der Sonde zu graben beginnen und sich waagrecht zum Verschütteten vorarbeiten. Man achtet darauf, ob eine Atemhöhle vorhanden war und beginnt mit Maßnahmen der Ersten Hilfe. Falls der Patient unterkühlt ist, muss er vorsichtig geborgen werden. Wird er zu stark bewegt und dadurch der Kreislauf angeregt, fließt unterkühltes und äußerst sauerstoffarmes Blut in Richtung der inneren Organe. Es droht der sog. Bergungstod. Der Bergrettungsdienst kann neben den oben genannten Hilfsmitteln auch – falls vorhanden – das RECCO-System und Lawinensuchhunde einsetzen. Der Einsatz von Lawinenhunden wäre am Sinnvollsten gleich zu Anfang, bevor noch ein Mensch den Lawinenkegel betreten hat, was aber in den seltensten Fällen zu verwirklichen ist.

[Quelle: Wikipedia]

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